Unspunnen: Alphorn und Fahnenschwingen

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Interlaken, 31. August 2017 – Am Donnerstag der Unspunnenwoche in Interlaken kamen Liebhaber des Alphorns und des Fahnenschwingens auf ihre Kosten. Am Abend begeisterten die Alphornbläser das Publikum im grossen Festzelt. Die Schulpromotion wurde fortgesetzt und mehrere Formationen aus der Region sorgten für volkstümliche Stimmung auf dem Schweizer Platz.

Am Freitag startet das Unspunnenfest mit dem Thema «Volksmusik und Chorsingen» ins lange Festwochenende. Das OK des Unspunnenfests zeigt sich sehr erfreut über die Resonanz der beiden Thementage «Schiessen und Hornussen» vom Mittwoch sowie «Alphorn und Fahnenschwingen» vom Donnerstag. Am Mittwoch durften die Organisatoren den ganzen Tag über rund 8‘000 Besucher auf dem Gelände registrieren, auch das Abendprogramm im Festzelt mit der Band «ChueLee» wurde rege besucht.

Alphorn und Fahnenschwingen im Fokus

Die Schulpromotion erfreute sich trotz zeitweise stärkerem Regen auch am Donnerstag grosser Beliebtheit.

unspunnen 2017 abDie Angebote - passend zum Thementag «Alphorn und Fahnenschwingen» - fanden grossen Anklang. Sänger Marc A. Trauffer beehrte die Teilnehmer der Schulpromotion, denn einige der Schulklassen hatten den von ihm eigens für Unspunnen komponierten Song «Mir si Unspunne» einstudiert. Am Abend begeisterten die Alphornisten ihr Publikum im Festzelt mit einem Gesamtchor-Konzert. Viele von ihnen liessen sich vom regnerischen Wetter nicht beeindrucken, zogen sie doch am Nachmittag gruppenweise durch Interlaken und Unterseen und spielten ihre Stücke.

Diese Auftritte waren nicht zuletzt auch willkommene Fotosujets für Interlakens Feriengäste aus aller Welt. Schwerpunktthema Volksmusik und Singen am Freitag Am Freitag läuft Unspunnen zur Hochform auf und startet mit dem Thementag «Volksmusik und Chorsingen» ins lange Unspunnen-Wochenende. Bereits 1805 war eines der Ziele des Unspunnenfests, dem Volk den Wert seiner Volkslieder bewusst und andernteils den Städtern die natürliche Lebensweise der Bauern und Hirten in ihren Gesängen bekannt zu machen.

Zu diesem Zweck gab der Mitinitiant Franz Sigmund Wagner zum Unspunnenfest 1805 «Acht Schweizer Kühreihen» heraus.

Diese Publikation hatte lange Zeit Bestand und viele dieser Lieder wie der «Gemsjäger» und «Ha an em Ort es Blüemli gseh» wurden zum Volksgut. Als Otto von Greyerz 1908 seine Sammlung «Im Röseligarte» publizierte, stammte mehr als ein Drittel der Lieder aus der «Sammlung Schweizer Kühreihen» von 1826.

All diese Lieder und noch viele mehr werden am Donnerstag in Interlaken von verschiedensten Sängern und Chorformationen dargeboten (ab 17.00 Uhr, Schweizer Platz).

Pressemitteilung: Heute Mittwoch starteten die Aktivitäten zur dreitägigen nationalen Schulpromotion anlässlich des Unspunnenfests. Die Schulpromotion stiess auf reges Interesse bei Schülern und Lehrpersonen und ist mit rund 1'000 Schülern ausverkauft. Auf dem Aussengelände standen die Themen Schiessen und Hornussen im Fokus.

Der Donnerstag wartet mit Aktivitäten rund ums Alphorn und Fahnenschwingen auf.

Katrin Messerli, Mitorganisatorin der Unspunnen Schulpromotion und Lehrerin in Matten bei Interlaken strahlte mit der Sonne um die Wette: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Start zur Schulpromotion, es lief fast alles wie am Schnürchen und ich bin mehr als glücklich, dass unser Anlass mit rund 1‘000 Teilnehmenden auf so positives Echo stiess».

Die meisten Schulklassen reisten aus dem Kanton Bern an, aber auch Schulklassen aus den Kantonen Luzern, Aargau, Zürich und Basel waren sehr gut vertreten. Noch bis Freitag können Schulklassen von den verschiedenen Angeboten profitieren und ihre Ausflüge ans Unspunnenfest organisieren.

Positive Rückmeldungen der Teilnehmenden Für die teilnehmenden Klassen standen ganz verschiedene Aktivitäten bereit und die Schüler konnten unter dem Motto «Traditionssport – bärenstark!» oder «Brauchtum – neu entdeckt!» Themen wie Schiessen, Hornussen, Steinstossen, Schwingen, Fahnenschwingen, Volkslied/Chor, Jodeln, Alphornblasen, Alphirten & Landfrauen, Drehorgel und Tambouren entdecken.

Noe, Alessandro und Alina von der Klasse 5/6b aus Matten probierten das Tambourenspiel, Käsen, Fahnenschwingen und Schwingen aus und waren sich einig: «Schwingen war super und hat uns am besten gefallen». Patrick, Pirmin und Adrian vom Schwyzerörgeli Trio «Furggiblick» aus Adelboden spielten am Nachmittag auf dem Schweizer Platz und probierten anschliessend noch Schwingen aus: «Es war toll zum Spielen hier, wir hatten recht viel, und vor allem gutes Publikum».

Die 8. Klasse von der Schule Gsteighof aus Burgdorf fand die Aktivitäten «megacool», blieben sogar über Nacht in der Jugendherberge Interlaken und verbanden ihren Aufenthalt mit einem Ausflug auf den Harder Kulm. Alphorn und Fahnenschwingen am Donnerstag Aus heutiger Sicht scheint es fast unglaublich, aber anlässlich des ersten Unspunnenfests anno 1805 nahmen gerade mal zwei Alphornspieler teil und zum zweiten Fest hatte sich mit Hieronymus Jost aus Eggiwil nur ein einziger Bläser angemeldet. Trotzdem spielten am Rande des Festes 1808 verschiedene Alphörner auf.

Vermutlich um 1820 verfasst der Mitinitiator Franz Niklaus König an die Obrigkeit einen Bericht: «Vorschläge zur Aufmunterung des Alphorns, und Wiederbelebung des Gesangs auf dem Lande».

 

Interlaken, 29. August 2017 – Kommt der gestohlene Unspunnenstein zurück? Das war die grosse Frage am heutigen Tag des Steinstossens anlässlich des Unspunnenfests in Interlaken. Bis zur Stunde ist der Stein nicht aufgetaucht. Doch das OK rund um Präsident Ueli Bettler hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der Stein doch noch zurückkommt. Der Mittwoch wird erneut von den jüngeren Unspunnenbesuchern geprägt sein, es steht der erste Tag der nationalen Schulpromotion bevor.

Die Hoffnung war berechtigt, dass der gestohlene Original-Unspunnenstein heute nach Interlaken zurückkommt. Bis zur Stunde ist der Stein nicht aufgetaucht. Doch das OK rund um Präsident Ueli Bettler hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der Stein doch noch den Weg nach Interlaken findet. Ueli Bettler rief anlässlich des Thementages «Steinstossen» die Urheber des Diebstahls auf, den Stein während des Fests doch noch zurückzubringen denn so Ueli Bettler: «Jetzt können wir ihn noch gebrauchen, jetzt ist das Thema aktuell!». Die Geschichte bleibt auf jeden Fall spannend und mysteriös zugleich.

Start zur nationalen Schulpromotion Unter dem Patronat der Erziehungsdirektion Kanton Bern können Schulen der ganzen Schweiz von Mittwoch bis Freitag mit Spezialprogrammen ihre Schulreisen, Projekttage und Fachexkursionen an das Unspunnenfest organisieren. Für die teilnehmenden Klassen stehen ganz verschiedene Aktivitäten bereit und die Schüler können unter dem Motto «Traditionssport – bärenstark!» oder «Brauchtum – neu entdeckt!» Themen wie Schiessen, Hornussen, Steinstossen, Schwingen, Fahnenschwingen, Volkslied/Chor, Jodeln, Alphornblasen, Alphirten & Landfrauen, Drehorgel und Tambouren entdecken.

Als Ergänzung dazu kann der Besuch in der Jungfrau Region mit verschiedenen Attraktionen und Ausflugszielen kombiniert werden. Geeignet sind die Angebote insbesondere für die Mittel- und Oberstufe (3. – 9. Schuljahr). Schiessen und Hornussen im Fokus Morgen Mittwoch um 11.30 Uhr eröffnet das Festgelände auf der Höhematte. Auf der Aussenbühne werden die Besucher bis abends 22.00 Uhr von verschiedenen volkstümlichen Formationen unterhalten.

Auf der Höhematte West ist den ganzen Nachmittag Zielgenauigkeit angesagt, wenn die Schützen ihren Sport auf einer 10-m Schiessanlage demonstrieren (14.00 bis 18.00 Uhr). Wer sein Können im Schiesssport testen möchte, kann dies gegen ein Startgeld von CHF 3.00 machen. Auch die Hornusser werden Unspunnen beehren und zum Demonstrationsturnier einladen (14.00 bis 18.00 Uhr, Höhematte West). Am Abend ist dann ein erstes Mal echte Partystimmung mit «ChueLee» im grossen Festzelt angesagt.

Montag 28. Aug. 2017

pm) Bereits im Aufruf für das Unspunnenfest anno 1805 wurde das Steinstossen angekündigt, gehört also zu den «Ur-Disziplinen» von Unspunnen. Der Brauch kam ursprünglich aus dem Kanton Appenzell und so ist es nicht verwunderlich, dass am ersten Fest der Appenzeller Anton Thörig den damals 187 Pfund schweren Stein am weitesten stiess.

unspunnen steinstossen swiss image.ch andy mettler

Lange ging der Stein in Vergessenheit und für das Jubiläum 1905 wurde er wieder hervorgeholt. Das Gewicht und die beiden Jahrzahlen 1805 und 1905 wurden eingemeisselt. Der Sieger 1905, Victor von Burg aus Tavannes, warf den Stein auf eine Weite von 2.24 Metern. Der Original-Unspunnenstein wurde bekanntlich zweimal gestohlen. Kommt der gestohlene Unspunnenstein zurück? Am Tag des Steinstossens (17.00 bis 20.00 Uhr in der Steinstossarena Höhematte West) ist Steinstossen für jedermann möglich. Der Zutritt ist frei, ein Festabzeichen wird empfohlen. Das restliche Festgelände bleibt Dienstag wegen Umbau geschlossen. Die Wiedereröffnung des Festgeländes erfolgt am Mittwoch um 11.30 Uhr.

Sonntag, 27. 08.2017 

mp) Einer der Höhepunkte des Unspunnen-Festes ist entschieden: Christian Stucki gewinnt Unspunnen-Schwinget. Curdin Orlik unterliegt im Schlussgang! Was für ein Schlussgang! Curdin Orlik wuchs beinahe über sich hinaus.

unspunnen schwinget

Pressemitteilung:Sportliche Highlights am Unspunnenfest Interlaken, 27. August 2017

Der heutige Sonntag am Unspunnenfest in Interlaken stand ganz im Zeichen des Unspunnen-Schwingets, dem sportlichen Highlight der Schwingsaison 2017. Stucki Christian heisst der hochverdiente Sieger des Unspunnen-Schwingets. Der Schwyzer Remo Schuler ist der Sieger des Unspunnen-Steinstossens.

Der Montag wartet mit dem Bauernmärit und dem kulinarischen Highlight des Unspunnenfests auf. Der grosse Favorit hat zugestochen. Stucki Christian heisst der Sieger des legendären Unspunnen-Schwingets von heute Sonntag in Interlaken Der Berner Seeländer bezwang im Schlussgang Orlik Curdin, gegen den er bereits im vierten Gang gewonnen hatte. Stucki war der Mann des Tages und stellte einzig gegen Sven Schurtenberger.

Für den 32-Jährigen ist es der grösste Erfolg neben dem Kilchberger Sieg 2008. Sportliches Highlight des Unspunnenfests Der Unspunnen-Schwinget und das Unspunnen-Steinstossen, welche nur all sechs Jahre stattfinden, stellen ohne Frage die Highlights der Schwingsaison 2017 dar. Rund 16‘000 Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe der 120 besten Schwinger bei angenehmen Temperaturverhältnissen in der Festarena auf der Interlakner Höhematte.

Rund um die Festarena bot der Public Viewing Bereich mit seinem reichhaltigen kulinarischen Angebot weiteren Gästen Platz. Ebenfalls nicht fehlen durfte das Unspunnen-Steinstossen. Der Unspunnenstein mit seinen 83,5 Kilo ist das starke Symbol des Unspunnenfests. Dieses eindrückliche Sportgerät ist ein Kulturgut und schreibt Geschichten. In der Endausmarchung setzte sich der 23-jährige Schwyzer Remo Schuler gleich im ersten Versuch mit einer Weite von 3,71 Meter durch. Diese Weite war nicht mehr zu schlagen.

Auf dem zweiten Rang landete mit Martin Laimbacher (3,59 Meter) ebenfalls ein Schwyzer. Der Steinstosss-Wettkampf vom Sonntagnachmittag war auch der letzte Auftritt von Altmeister Peter Michel aus Interlaken. Er stolperte im Final im ersten Versuch über die unebene Bodenmatte und konnte darauf nicht mehr seine Bestleistung abrufen. Platz drei somit für den Lokalmatador Michel (3,12 Meter). Bauernmärit und kulinarischer Höhepunkt des Unspunnenfests

Morgen Montag beginnt die Unspunnen-Woche mit verschiedenen Thementagen rund um Brauchtum und Tradition. Der Auftakt findet im Kursaal Interlaken mit dem Bauernmärit und dem Unspunnen-Auftischet statt. Zwischen 11.30 und 18.00 Uhr dürfen sich die Besucher des Bauernmärits auf rund 40 Stände freuen, welche Handwerk und Spezialitäten aus der Region präsentieren. Für ein Unterhaltungsprogramm ist gesorgt, der Eintritt ist frei.

 

Pressemitteilung: Interlaken, 26. August 2017 

Das Schweizer Trachten- und Alphirtenfest Unspunnen führt vom 26. August bis 3. September 2017 Jung und Alt aus Stadt und Land und über Regionen und Sprachgrenzen hinweg zusammen. Heute startete das langersehnte Fest mit dem äusserst fröhlichen Tag der Jugend, der grossen Eröffnungsfeier sowie dem Unterhaltungsabend des Unspunnen-Schwingets in das neuntägige Programm.

Im Chüejermutz stehen sie da und verschränken wehrhaft die Arme vor der Brust. Die drei Sennen, die das Logo des Unspunnenfests 2017 zieren, wirken wie ein Bollwerk der Tradition. Bleibt also alles beim Alten? Keineswegs: Zum ersten Mal werden alle Elemente des Fests auf der Höhematte im Zentrum von Interlaken stattfinden. «Auf zu neuen Wiesen!» lautet darum das Schlagwort.

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Heute startete die «Olympiade des Brauchtums» - wie das Unspunnenfest auch genannt wird - in das zehntägige Programm.

Ganz im Zeichen der Jugend Eines der wichtigsten Ziele von Unspunnen2017 ist, die Jugend für Tradition und Brauchtum zu begeistern.

Unter dieser Prämisse stand der Auftakt des Unspunnenfests ganz im Zeichen der jüngeren Unspunnen-Teilnehmer. Rund 1‘500 Kinder und Jugendliche aus allen Regionen der Schweiz begeisterten das Publikum im und um den Kursaal Interlaken mit ihren farbenfrohen Darbietungen. Besucher kamen in den Genuss von Aufführungen der Kindertanz-, Musik- und Gesangsgruppen sowie zahlreichen Nachwuchstalenten aus den Bereichen Schwingen, Steinstossen, Hornussen und Sportschiessen.

Die jungen Gäste zelebrierten Unspunnen in seiner ganzen Themenvielfalt und pflegten regen Austausch untereinander.

Offizielle Eröffnungsfeier

Gegen Abend erfolgte der offizielle Start des Unspunnenfests im Rahmen der Eröffnungsfeier im Festzelt und auf dem Schweizer Platz. Unter Beisein von verschiedenen Jugendformationen und vor vollen Rängen eröffneten Ueli Bettler, OK-Präsident des Unspunnenfests, sowie Hannes Rubin, OK-Präsident des Unspunnen-Schwingets, feierlich das Fest. Bernhard Pulver, Regierungsrat des Kantons Bern, Lisa Mazzone aus Genf, jüngste Nationalrätin der Schweiz, sowie Urs Graf, Gemeindepräsident von Interlaken, richteten ihre Grussworte an Unspunnen2017.

Ueli Bettler zeigte sich überzeugt, dass die Festbesucher die kommenden neuen Unspunnen-Tage in bleibender Erinnerung behalten werden. «Ich wünsche allen Festbesuchern frohe, unbeschwerte Tage mit vielen schönen Begegnungen und Erinnerungen im Kreise Gleichgesinnter hier in Interlaken. Unspunnen hat eine Seele, die berührt». Komplettiert wurden die Eröffnungsfeierlichkeiten durch den Unterhaltungsabend des Unspunnen-Schwingets im grossen Festzelt.

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Folkloreexperte.ch: "Jedes Unspunnen hat Impulse gegeben"

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Was 1805 als Fest zur Versöhnung von Stadt- und Landbevölkerung seinen Anfang nahm, ist heute das wohl grösste Treffen der Traditionen. Martin Sebastian hat mit seinem Buch "Unspunnen, die Feste-die Geschichte" einen Volltreffer erzielt. Lesen Sie jetzt das aktuelle Interview mit dem Schweizer Folkloreexperten.

 

Musikpost: Die Sache mit Unspunnen ist ja gar noch nicht so gross erforscht, wie bist du darauf gestossen?

Martin Sebastian: Richtig gepackt hat mich Unspunnen vor gut 20 Jahren. Seither sammle ich alles, was irgendwie mit Unspunnen zu tun hat. Warum aber Unspunnen? Ganz genau kann ich es auch nicht sagen, diese Faszination war einfach da. Vielleicht auch, weil Unspunnen etwas ganz Besonderes ist!

Unspunnenbuch Martin SebastianMusikpost: Du bist Folkloreexperte und kennst auch andere Kulturen. Inwiefern ist diese Unspunnentradition etwas Besonderes?

Martin Sebastian: Das Unspunnenfest hat verschiedene Alleinstellungsmerkmale. Beispielweise:

- Es gibt es bereits seit über 200 Jahre und doch gab es erst 10 Unspunnenfeste.

- Es findet heutzutage nur rund alle 12 Jahre statt.

- Der Ursprung war in der Zeit von Napoleon und hatte einen politischen Hintergrund.

- Die Initianten haben vieles erreicht, aber nicht den eigentlichen Grund.

- Ohne Unspunnen wäre die aktuelle Folkloreszene anders.

- Zahlreiche Verbände sind aus dem Unspunnenfest entstanden, z. B. Eidg. Jodlerverband, Schw. Trachtenvereinigung, Schw. Heimatschutz, Schw. Volksmusikverband, Schwingen und Steinstossen, Alphornblasen, Fahnenschwingen usw.

- Unspunnen ist authentisch.

- Der Unspunnenstein mit seinen 83,5 kg ist das schwerste Sportgerät der Welt und hat grosse Symbolkraft.

- Unspunnen bedeutet Heimat und gleichzeitig Erneuerung.

- Das Unspunnenfest ist der einzige Anlass, wo alle unsere Volkskulturenarten gleichzeitig stattfinden.

- Die Aktiven kommen aus der ganzen Schweiz.

- Es treffen Leute aufeinander, die sich sonst nie treffen würden.

Musikpost: Tradition bewahren ist ja schön und gut, aber gibt es auch neue Impulse, die bei diesem Fest dazukommen?

buch unspunnen

Martin Sebastian: Jedes Unspunnenfest hat Impulse gegeben. Es ist auf den ersten Blick ein sehr traditionelles Fest, aber auch eines das immer wieder Impulse und Anstösse gab und gibt.

Musikpost: Dein Schaffen und Wirken ist mit einer grossen Liebe zu unserer Kultur verbunden, wie kam das dazu?

Martin Sebastian: Man sollte nicht fragen, warum eine Liebe da ist, sondern muss sie einfach geniessen. Das ist etwas einmalig Schönes.

Musikpost: Der "Geist" vom Unspunnen-Stein, vom Unspunnen Fest, ist er irgendwie fassbar?

Martin Sebastian: Rein sachlich ist der Unspunnengeist wohl nicht fassbar.

Man muss das miterlebt haben.

Darum freue ich mich auf das bevorstehende Fest und hoffe sehr, dass ich dem Unspunnengeist auch im 2017 immer wieder intensiv begegnen darf.

Weitere Infos/Buch von Martin Sebastian:

http://www.alpenrosen.ch/unspunnenbuch/index.php
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Das Fest der Heimat

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Das Schweizer Trachten- und Alphirtenfest Unspunnen wird im Jahr 2017 Jung und Alt aus Stadt und Land und über Regionen und Sprachgrenzen hinweg zusammenführen. Für viele Menschen in der Schweiz ist dieser Anlass seit langem fett im Kalender markiert. Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag – findet doch das Unspunnenfest nur alle 12 Jahre statt.

Info/Quelle: http://www.unspunnenfest.ch/de/home.html

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