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Volksmusikstar Robin Mark 2011

                 

 

Robin Mark lässt sich nicht so leicht in ein musikalisches Schema einzwängen, er hat seinen eigenen Stil bereits gefunden. Er entwickelt sich zu einem interessanten Schweizer Künstler. Das Eidgenössiche Volksmusikfest in Chur ist der nächste grosse Höhepunkt in seiner Karriere. Die Musikpost hat das junge Musiktalent in Rhäzüns besucht.

 

 

 

 

               

 

Interview Teil I

 

Musikpost.ch:  Robin Mark, ich habe dich erstmals entdeckt und gesehen am Volksmusikfestival in Rapperswil. Das war vor einigen Monaten. Jetzt sind wir in deinem Arbeitsraum in Rhäzüns, was ist der Stand der Dinge, was läuft momentan?

 

Robin Mark: Momentan steht das Eidg. Volksmusikfest  kurz bevor.  Dort bin ich mit einem Programm aktiv. Ich organisiere zwei Abende, am Freitag und Samstag, Volksmusik grenzenlos. Dort habe ich Formationen von traditionell bis innovativ engagiert.

 

Persönlich sind verschiedene Projekte aktuell, zum Beispiel die neue CD „Folkorn“, die wir im März herausgebracht haben.

 

Musikpost.ch: Es gibt ja auch eine Plakataktion der Graubündner Kantonalbank, wo du sogar als Repräsentant, als Newcomer zu sehen bist.  Wie reagiert das Umfeld, die BündnerInnen, wenn sie dich auf dem Plakat sehen?

 

Robin Mark: Ja, da müsst ihr diese selber fragen. Ich weiss nicht genau, wie sie reagieren, höre aber viel Positives. Natürlich gibt es Kritik, es sei zu extrem und experimentell, was ich mache. Doch insgesamt reagieren die Menschen sehr positiv.

 

Musikpost.ch: es ist ja auch das Heineinwachsen in einen gewissen Starstatus, was du jetzt erlebst. Wie ist das für dich?

 

Nein, ich bin nicht der, der sich profilieren will. Ich will „meine Musik“ machen und nicht gross herauskommen. Ich will Volksmusik so fördern, damit sie vermehrt Beachtung bekommt, es soll vor allem der Szene etwas bringen.

 

Musikpost.ch: Da tönt doch sehr angepasst. Ich meine, wenn man Robin Mark spielen hört, merkt man, der hat Temperament für Sieben. Zudem sagt er, er befasse sich mit grenzenloser Musik. Dieser Robin Mark höre ich  aus diesem Statement  doch noch zu wenig heraus. Wer ist denn das, der andere Robin Mark?

 

 

Interview Teil II

 

 

Robin Mark: Ja, das ist der, der mit 15, 16 Jahren gesagt hat, ich will mal was anderes machen, als einfach die traditionelle Volksmusik. Ich hatte verschiedene Einflüsse von verschiedenen Komponisten aus der Schweiz und dem Ausland. Mit der Zeit hat sich dann ein eigener Stil entwickelt.

 

 

Musikpost.ch: Der erste Gedanke, als ich dich erstmals auftreten sah: Das ist der neue Peter Zinsli…

 

Robin Mark: Ich will niemanden imitieren, das ist und war nie mein Ziel. Im Bereich der Bündner-Musik will ich vor allem die Josias Jenny-Musik pflegen, aber nicht 1 zu 1 imitieren.

 

 

Musikpost.ch: Gut, aber da ist ja auch noch das Publikum, die wahrscheinlich das Traditionelle wollen?

 

Robin Mark: Ja gut, es kommt darauf an welches Publikum . Ich schaue einfach, wo ich mit welchem Projekt überhaupt auftrete. Mit dem Trio Robin Mark, das vor allem experimentelle Musik spielt, bin ich eher auf Kleinkunstbühnen zu hören. Dort bildet sich eine Kleinkunstszene. Das sind ganz andere Leute als zum Beispiel in einem „Spunta“.

Es hat sich auch schon überschnitten, dass Leute gekommen sind und etwas ganz anderes erwartet haben. Bis jetzt habe ich aber immer Positives herausgehört. Das motiviert, so weiter zu mache, traditionell als auch innovativ.

 

 

Musikpost: Viele Formationen klagen über mangelnde  Engagements. Restaurantbetreiber jammern, sie können sich keine Musik mehr leisten. Wie ist das, wenn man so jung ist. Liegt einem da nicht ein gewisses Terrain zu Füssen oder muss man auch schon kämpfen?

 

Robin Mark (www.robinmark.ch), ein faszinierender, engagierter Künstler aus Rhäzüns

Liegt Robin Mark die Welt zu Füssen?

Kann er sich die Auftritte einfach auswählen und auch ein wenig vom Jugendbonus zehren?

Muss Robin Mark auch kämpfen für seine Sache?

Mehr demnächst auf Ihrer Musikpost.ch

Bleiben Sie dran!

 

 

Interview Teil 3

 

 

Musikpost: Viele Formationen klagen über mangelnde Engagements. Restaurantbetreiber jammern, sie können sich keine Musik mehr leisten. Wie ist das, wenn man so jung ist. Liegt einem da nicht ein gewisses Terrain zu Füssen oder muss man auch schon kämpfen?

 

Robin Mark: Ich bin langsam aus diesem Alter draussen und ich will auch nicht unbedingt einen Jugendbonus haben. Anfangs hat man den, klar. Wir haben viele Auftritte im Dorf und der Umgebung bekommen, aber ist schon so, dass es viel weniger Auftrittsmöglichkeiten gibt als noch früher. Dafür sollte man aber auch etwas tun und immer wieder etwas Neues machen.

 

 

Musikpost.ch: Verstehe ich das richtig, dass das ganze sozusagen aus der Familie heraus entstanden ist?

 

Robin Mark: Genau. Mein Vater hat schon mit 15 begonnen Schwyzerörgeli zu spielen. Wir sind damit aufgewachsen. So habe ich zu Beginn vor allem Traditionelles gespielt. Später kam mein Vater mit neuen CD’s wie „Pareglish“ nach Hause. Es ging jedoch eine Weile, bis ich den Reiz dieser Musik erkannte.

 

 

Musikpost.ch: Könnte es einen Familienaufstand geben, wenn du nur noch eigene Projekte machst?

 

Robin Mark: Nein, also gerade einen Familienaufstand nicht.  Wir finden alle toll, was der andere macht. Der Vater spielt in Oswald Schaub’s Ländlertrio, der Bruder spielt vor allem  traditionelle Bündner Ländlermusik. Wir sagen einander offen, was wir gut finden und was weniger. So sind wir gegenseitig auch die ersten Ansprechpartner. Dasselbe mache ich mit Eigenkompositionen. Bei ihnen kann ich diese austesten, das ist auch wichtig.

 

 

 

Musikpost.ch: Ich habe das Gefühl, dass es vom Kanton Graubünden sehr geschätzt wird, dass jemand da ist, der in die Fusstapfen tritt. Ist das nicht auch ein gewisses Korsett, das entsteht und das verpflichtet, das einzuhalten, was erwartet wird.

 

Robin Mark: Ich hoffe schon, dass dies geschätzt wird. Meine neue CD wurde auch von der Kulturförderung unterstützt. Jedoch wird auf jeden Fall viel erwartet. Ich habe seit 6 Jahren meine eigenen Projekte. Dieser Druck soll jedoch auch da sein. Das geht jedem Musiker gleich.

 

Auch ein Bligg muss ständig etwas Neues bringen, sonst ist man schnell weg vom Fenster.

 

 

Musikpost.ch: So wie du redest; das ha auch etwas Bescheidenes das Ganze, etwa Solides.

Wie wird man über dich aus heutiger Sicht berichten, wenn du einmal alt bist?

 

Robin Mark: Das ist schwierig. Ich hoffe, dass mein Wirken geschätzt wird. Schön wäre, wenn meine Eigenkompositionen auch in Zukunft gespielt werden. Jedoch will ich einfach „mein Ding“ durchziehen und finde es lässig, wenn es andere auch cool finden.

 

 

Musikpost.ch: Gespannt sind wir natürlich auf deinen Auftritt im Herbst am Eidgenössischen Volksmusikfest. Verrätst du uns bereits etwas? 

 

Robin Mark:  Ich kann nicht viel sagen. Die Proben stehen noch bevor. Wir werden mit dem Quartett Robin Mark auftreten und vor allem von der neuen CD spielen. Was zusätzlich geplant ist, möchte ich noch nicht verraten.

 

 

 

Musikpost.ch: Es ist ja auch Neuland, dass die Presse über dich berichtet. Da stellt man sich darauf ein, etwas zu sagen und überlegt sich wohl, was man gefragt wird. Gibt es etwas, dass du jetzt noch sagen möchtest?

 

Robin Mark: Nein, ich mache mir nicht so Gedanken. Ich schätze vor allem, dass die Presse wieder vermehrt die Schweizer Volksmusik beachtet.

 

 

Weitere Infos auf www.robinmark.ch

 

 

 

 

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